Wacken Open Air 2014: Tickets werden mit Vor- und Nachname personalisiert | Diskutiere mit!

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Einen weiteren Schritt in Sachen Schwarzmarktbekämpfung wird das Wacken Open Air 2014 beschreiten. Nachdem in diesem Jahr die Tickets “weich” personalisiert wurden. Da nichtgenutzte Tickets selten den Weg über die offizielle Wacken-Ticketbörse zu einem neuen Besitzer fanden und Festivalkarten häufig aus reiner Gewinnerzielungsabsicht ge- und verkauft wurden, ist dies ein logischer Schritt, der natürlich kontrovers diskutiert wird. Der Vorverkauf für 2014 startet traditionell mit den X-Mas-Tickets.

Wie sehen die neuen Regeln aus?

Personalisierung ab 2014

Man stelle sich vor: Wacken reiht sich ein in Ticketverkaufsregelungen wie bei einer Fußball-WM oder Flugreisen. Demnach sollen die Festivaltickets ab 2014 voll personalisiert sein: jedes Ticket wird auf einen Vornamen und Nachnamen registriert. Die Daten müssen bereits bei der Bestellung angegeben werden.

Ab 2014 eingeschränkt: "freie" Weitergabe von Wacken-Tickets

Ab 2014 eingeschränkt: “freie” Weitergabe von Wacken-Tickets

Dies bedeutet, dass eine Weitergabe von Tickets nicht mehr ohne weiteres möglich ist. Der Weiterverkauf kann ausschließlich über die anonymisierte Weiterverkaufsplattform des Festivals gewährleistet werden. Eine Namensänderung auf dem Ticket kosten 15 € und hierzu muss auch eine Ausweiskopie des ursprünglichen Inhabers beigelegt werden.

Eine zusätzliche optionale Ticketversicherung für 6,60 € pro Ticket sichert den Ticketinhaber gegen Unfälle, Jobwechsel, Prüfungsterminen bei Schülern und Studenten, Schwangerschaft und Kündigungen ab.

Reduzierte maximale Bestellmenge für X-Mas-Tickets

Zum VorverkaufAuch was die Zahl bestellbarer Tickets angeht, wird sich für 2014 etwas ändern. So sind nur noch maximal zwei X-Mas-Tickets pro Bestellung erlaubt, insgesamt gibt es weiterhin 10.000 X-Mas-Tickets. Unverändert bleibt die Anzahl der 3-Days-All-In-Festivalpässe, hier können weiterhin bis zu fünf Tickets geordert werden.

Der offizielle Vorverkauf läuft ausschließlich über die Festivalhomepage bzw. metaltix.com.

Fazit: mehr Aufwand, mehr Service

Unserer Meinung nach ein logischer Schritt, der dann notwendig wird, wenn die Schwarzmarktaktivitäten ausarten und selbst durch intensive Kommunikation nicht in den Griff zu kriegen sind. Die bisherige “weiche” Personalisierung hat sich als nur schwache Drohkulisse für Schwarzhändler herausgestellt. Die Quittung zahlen zunächst die “ehrlichen” Fans. Denn die Personalisierung bedeutet mehr Aufwand und Kosten für die Veranstalter, die natürlich durch die Erhebung von Gebühren nur teilweise gedeckt werden können und sich schlussendlich auch auf den Ticketpreis niederschlagen könnten. Die Planung des Festivalbesuchs muss wesentlich früher durchdacht werden.

Andererseits bieten die Veranstalter durch die offizielle Ticketbörse einen Service, den selbst viele Bundesligisten nicht anbieten. Wacken-Tickets sind begehrt und wenn man doch ein Ticket verkaufen möchte, gibt es eine transparente und hoffentlich auch funktionierende Weiterverkaufsmöglichkeit.

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