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Ticketing-Impressionen aus Katar | WM 2022
Kleine Bilderschau am Sonntag, diesmal die schönsten Ticketcounter im Austragungsort der FIFA WM 2022. Unten: der Ticketcounter am Khalifa Complex in Doha sowie eine sicherlich nicht klimatisierte Ticketbox am “Khalifa International Stadium”, Resultat einer kleinen Ticketing-Exkursion im Juli 2005 (48 Grad Spitzentemperatur).
Ticketing international | Chaos in Delhi | Südafrika ärgert sich
Bei den derzeitigen Commonwealth-Games im indische Delhi hat das Chaos, welches in der gesamten Organisation der Veranstaltung herrscht, auch den Bereich Ticketing fest im Griff. So sollen Veranstaltungen ausverkauft gemeldet sein, obwohl die Tribünen kaum gefüllt sind, berichtet beispielsweise der Telegraph. Desweiteren sollen Tickets zwar verkauft, aber zuweilen wegen technischer Probleme nicht ausdruckbar gewesen sein. Ärgerlich. Abgerundet wird das Ganze durch obligatorische Betrugsvorwürfe: so sollen Gratistickets für Schüler für den doppelten Face-Value durch Offizielle verkauft worden sein.
Längst vorüber ist die FIFA WM 2010 in Südafrika, wo die befürchtete Ticketingkatastrophe ausblieb. Dafür ärgern sich nach Angaben der neuseeländischen Times die Ausrichterstädte, die noch immer auf zugesagte Zuschüsse aus den Ticketingerlösen der FIFA warten.
Wirbel um WM-Ticketdaten | persönliche Daten Schwarzhändlern angeboten | ein Tixxradar-Kommentar
Wochen nach Ende der Fußball-WM 2010 in Südafrika kommt ein weiterer Datenskandal ans Tageslicht. So sind einer norwegischen Zeitung persönliche Daten von bis zu 350.000 Ticketinhabern zugespielt worden, die angeblich von einem Mitarbeiter der Match AG, dem mit dem WM-Ticketing beauftragten Unternehmen, herausgeschleust wurden. Das ist beunruhigend genug. Diese Daten sollen angeblich auf dem Ticketschwarzmarkt angeboten worden sein – für rund 2 EUR pro Datensatz.
Hintergedanke: wer WM-Ticket besitzt, hat möglicherweise Interesse (z.B. Herr Domenech!), diese zu einem guten Preis an einen Schwarzmarkthändler weiterzuverkaufen , der wiederum Kanäle hat, diese Tickets noch teurer anzubieten. Wie und ob letztendlich ein oder mehrere Schwarzhändler diese Daten gekauft haben und auf die Ticketinhaber zugegangen sind, ist nicht bekannt.
In Unwissenheit hüllt sich dabei Jaime Byrom, Geschäftsführer der Match Event Services und seines Zeichens auch Chef von Byrom PLC, die bei den vergangenen Weltmeisterschaften stets für zumindest fragwürdige Geschäftspraktiken bekannt wurde.
Das Thema Datensicherheit war nicht nur im Rahmen der WM 2006 in Deutschland ein Thema. So sind wie in dem geschilderten Fall nicht nur Daten gestohlen worden, sondern auch Zahlungsdaten spurlos verschwunden, so daß Fans, die bezahlt hatten, plötzlich ohne Tickets dastanden, da das FWCTC (FIFA World Cup Ticketing Centre) den betroffenen Bestellungen für die WM in Südafrika keinen Zahlungseingang zuordnen konnte, Tixxradar berichtete.
Im Rahmen einer WM werden über drei Millionen Tickets gehandelt, nur ein Teil gelangt direkt in den öffentlichen Verkauf (rund ein Drittel), ein Teil erreicht den Endkunden über Zwischenhändler (z.B. Hospitality, Vereine, Nationalverbände, Fanclubs) und der Rest geht direkt an sonstige Empfänger (VIPs, Sponsoren). Die Flut an mehr oder weniger personalisierten Besucher- und Bestellerdaten sicher zu halten, ist zugegebenerweise eine hochsensible Aufgabe.
Während der “normale” Endkunde normalerweise via online-Bestellformular und Customer Self Service seine Daten noch selbst einkippt, sind z.B. bei Kontingentnehmern erhebliche Datenbewegungen erforderlich, bis diese in das Ticketingsystem der FIFA einfliessen.
So ist es durchaus möglich, dass Otto Normalfan bei einem Fußballverband Tickets per E-Mail unter Angabe seiner persönlichen und seiner Zahlungsdaten bestellt, diese dann beim Verband händisch gesammelt und in eine Excel-Tabelle eingegeben werden, die dann wiederum per E-Mail beim FWCTC aufschlägt und in ein mehr oder weniger sicheres System importiert wird, auf das sehr wahrscheinlich auch nicht nur eine einzige Person Zugriff hat.
Mit der Ankündigung der FIFA, bei der nächsten WM beim Thema Ticketing “mit einem weißen” Blatt Papier zu beginnen, wird auch das Thema Datensicherheit ein zentrales Thema.
Schwarzhandel mit WM-Tickets | Lothar Matthäus unter Verdacht
Lothar Matthäus unter Druck wie selten: zur Scheidungsschlacht mit Liliana gesellt sich nun ein Schwarzmarkt-Skandal im Rahmen der FIFA WM 2010 in Südafrika, vermeldet das Qualitätstagblatt “TZ” aus München. So soll der Ex-Nationalspieler Finaltickets des TV-Senders Al Jazeera via ebay verscherbelt und in einem Hotel in Johannesburg übergeben haben. Zum Artikel: hier klicken.
Tixxradar-WM-Ticketing-Ticker | 25. Juni 2010 | Euroteam-Mitarbeiter festgenommen
Zu dem Nigerianer, der im Rahmen der Fußball-WM wegen Ticketschwarzhandels festgenommen wurde, gesellten sich in der vergangenen Woche nun auch zwei Dänen. Pikant: es soll sich dabei um Mitarbeiter der Euroteam-Webseite handeln, die bereits seit mehreren Jahren mit windigen Ticketangeboten aufmerksam macht. Wer schlechten Erfahrungen beim Ticketkauf aus dem Weg gehen möchte, meidet Euroteam am besten.
Tixxradar-WM-Ticketing-Ticker | 22. Juni 2010 | Domenech, der Schwarzhändler
Anläßlich des Ausscheidens der Equipe Tricolore diese Anekdote über Raymond Domenech, der im Rahmen der FIFA WM 1994 in den USA auf dem Schwarzmarkt eine ähnlich erfolgreiche Figur machte wie später als Nationaltrainer: Er wurde zwischenzeitlich wegen Ticketschwarzhandels in Gewahrsam genommen, glaubt man der französischen “Gala”-Seite (Link).
En 1994, alors qu’il (Raymond Domenech) commente le Mondial aux Etats-Unis, il est pris en flagrant délit de vente de billets au marché noir. Interpellé par la police de Boston, il passe quelques heures en garde à vue qui vont le marquer longtemps.
Ticketing Roundup | Roger Waters Zusatzkonzert in Mannheim | Festnahme in Südafrika
Bereits Montag flatterte die Ankündigung eines Zusatzkonzerts von Roger Waters THE WALL live 2010 in Mannheim ins Haus – Tickets sind zwischenzeitlich auch im öffentlichen Vorverkauf: hier klicken. Termin ist der 4. Juni 2011, ebenfalls in der SAP Arena Mannheim.
Zurück zum Tagesgeschäft und das ist derzeit die WM in Südafrika. dpa berichtet über einen Deutschen, der auf Hinweis des FIFA-Partners MATCH AG wegen Ticket-Schwarzhandels festgenommen wurde. Nach Angaben der südafrikanischen Polizei sollen im Hotelzimmer des Mannes 72 WM-Tickets im Wert von rund 10.000 EUR befunden haben. Zeugen bestätigten, dass der Mann versucht hatte, diese Tickets zu verkaufen.
Roger Waters – The Wall live 2011
03. Juni 2011, Mannheim, SAP Arena 04. Juni 2011, Mannheim, SAP Arena 10. Juni 2011, Hamburg, o2 World 15. Juni 2011, Berlin, o2 World 18. Juni 2011, Düsseldorf, ESPRIT Arena
Tixxradar-WM-Ticketing-Ticker | 13. Juni 2010 | FIFA untersucht Ticketing-Probleme
97% der WM-Tickets sollen nach FIFA-Angaben verkauft worden sein. Ein Blick in die Stadien lassen da eine gewisse Skepsis aufkommen. “Verkauft” bedeutet dabei nicht unbedingt, dass 97 von 100 Plätzen belegt sein werden. Gerade beim gestrigen Aufeinandertreffen zwischen Griechenland und Südkorea blieben auffällig viele Plätz leer, obwohl es laut FIFA “nur” 3.000 unverkaufte Tickets gab.
Den Ursachen möchte die FIFA nun auf den Grund gehen. Womöglich handelt es sich um nichtgenutzte Tickets von Firmen und öffentlichen Einrichtungen, aber auch Transportprobleme werden dabei nicht ausgeschlossen. Letzteres ist nicht unwahrscheinlich, schaute man sich das Spiel Slowenien – Algerien des heutigen Nachmittags an, bei dem zu Anpfiff nicht einmal die Hälfte der Plätze gefüllt war und am Ende doch mehr aus 3/4. Auf die Untersuchungergebnisse, sollten diese jemals veröffentlicht werden, sind wir jedenfalls gespannt.
Tixxradar-WM-Ticketing-Ticker | 12. Juni 2010 | Ticket-Skandal
Erst wird man die Tickets nicht los, nun das: offenbar hat das 2010 FIFA World Cup Ticketing Centre (FWCTC) eine in der Höhe unbekannte Anzahl Bestellungen storniert, da es angeblich zu Zahlungeproblemen zwischen der First National Bank (FNB) und der FIFA kam, berichtet unter anderem iafrica.com.
Die betroffenen Kunden haben nun zwar Auftragsnummern und Einzahlungsbelege aber keine Tickets, da diese von der FNB nicht bezahlt wurden, berichten enttäuschte Fans. Sowohl von der FNB als auch der FIFA waren bislang keine Stellungnahmen zu bekommen.






