Ticket-Glossar

Die wichtigsten Begriffe rund um den Kartenverkauf/ Ticketing auf einen Blick.

Auslosung
Ticketvergabeverfahren bei Veranstaltungen, bei denen abzusehen ist, dass die Nachfrage das Angebot bei weitem übersteigen wird, greifen Veranstalter gerne bei der Ticketvergabe auf das Auslosungsverfahren zurück. Hierbei werden über einen bestimmten Zeitraum die Bestellungen der Kunden aufgenommen und die vorhandenen Tickets an einem Stichtag unter den Bestellern ausgelost.

ausverkauft
Ein Begriff, den Veranstalter oder Ticketanbieter im Vorfeld von Veranstaltungen ungern benutzen. Wieso? Weil Veranstaltungen nie ausverkauft sind. Immer kommt es vor, dass Tickets zurückgehen oder als Reserve zurückgehalten werden. Erst nach der Veranstaltung wird daher von ausverkauften Events gesprochen. Bis dahin heißt es zumeist: “Tickets momentan nicht verfügbar”

Blindenplätze
Da blinde Menschen auf ihr Gehör angewiesen sind, befinden sich die Blindenplätze in Fußballstadien zumeist auf Höhe der Mittellinie.

Dauerkarte
Berechtigt den Zutritt zu allen Veranstaltungen einer Spielzeit (Heimspiele).

Face Value
Preis, der auf einer Eintrittskarte angegeben ist.

Fallender Preis
Auktionsmodus, bei dem ein vom Verkäufer vorgegebener Startpreis solange täglich um einen Euro sinkt, bis sich ein Käufer findet. Wird derezit von viagogo als Verkaufsoption angeboten.

Festpreis
Auktionsmodus, bei dem der Verkäufer einen festen Kaufpreis für ein Ticket angibt.

FWCTC 

Steht für “FIFA World Cup Ticketing Center” (bei der WM 2010 “Centre”geschrieben) und ist der Name der Organisation, die für die Fußball-Weltmeisterschaften und Confederations Cups für die Abwicklung des Kartenverkaufs/ Ticketing zuständig ist. Hinter dem FWCTC stecken historisch unterschiedliche Organisationen. So wurde 2005 durch das Organisationskomitee der WM 2006 das FWCTC gemeinsam mit Kooperationspartner CTS Eventim, einem marktführendem Ticketingdienstleister gegründet. Im Rahmen der WM 2010 in Südafrika besteht das FWCTC aus der südafrikanischen Tochter der schweizer Match AG , die wiederum von der Byrom Plc und der Eurotech Global Services gegründet wurde. Die Match AG wird auch die WM 2014 sowie den Confed Cup 2013 betreuen.

Hardticket
Ausgedrucktes Ticket, im Gegensatz zu Systemtickets, die lediglich für die Buchung eines Platzes stehen.

Hörplatz
Platz am Veranstaltungsort, an dem man im besten Fall wenig, in der Regel aber nichts sieht, aber dennoch gut hören kann. Gibt es z.B. bei den Bayreuther Festspielen und sind dort wirklich günstig (unter 10 EUR). Nicht zu verwechseln sind Hörplätze mit Blindenplätzen! Da blinde Menschen auf ihr Gehör angewiesen sind, befinden sich die Blindenplätze in Fußballstadien zumeist auf Höhe der Mittellinie.

Hospitality Ticket
Ticket in Verbindung mit zusätzlichen Leistungen, i.d.R. mit Verköstigung am Spielort, Transfers zum Spielort oder Übernachtungen.

Jackenplatz
Phänomen, welches auftritt, sobald Besucher sich ohne Beschränkungen (“freie Platzwahl”) Plätze aussuchen können. Wer setzt sich im Kino schon freiwillig neben einen anderen Besucher? Oder wer setzt sich im fast leeren Zug in eine Zweierreihe, wo schon jemand sitzt? Die Folge ist, dass je mehr Besucher hinzukommen, immer mehr einzelne Plätze frei sind, die zumeist zum Ablegen der Jacken dienen, daher der Name. Um dieses Phänomen zu vermeiden, wird z.B. bei Online-Ticketing die Auswahlmöglichkeit der Besucher eingeschränkt, so dass diese nur noch aus einer Vorauswahl auswählen könnnen. Das System verhindert so diese Jackenplätze.

Kontingent
Mit Kontingent bezeichnet man die Zusweisung einer bestimmten Anzahl an Tickets einer oder mehrerer Veranstaltungen an eine Gruppierung (Firma, bestimmte Personengruppen, etc.).

Obstructed View
siehe Sichtberhinderung

Optionsticket
An eine Bedingung geknüpftes Ticket – wird vom Kunden vorab gekauft und bezahlt. Tritt das Ereignis ein (z.B. “Deutschland spielt im Halbfinale” oder “Tickets sind zum Zeitpunkt X verfügbar”) erhält der Kunde das Ticket. Tritt das Ereignis nicht ein, erhält er das Geld (meist abzgl. einer Bearbeitungsgebühr) zurück. Diese Art von Tickets wurde z.B. bei der Fußball-WM 2006 in Deutschland angeboten.

Personalisierung
Ticket-Personalisierung kommt meist dann zum Einsatz, wenn gezielt Schwarzhandel verhindert werden soll. Tickets werden dann entweder mit dem Namen des Besuchers bedruckt und/ oder der Name oder eindeutige Identifikation des Besitzers auch in einer Datenbank hinterlegt (wie z.B. bei der Fußball-WM 2006).

Schwarzmarkt
Wird im Ticketing der kommerzielle Weiterverkauf von Tickets genannt. Umgangssprachlich wird generell der Weiterverkauf als Schwarzmarkt tituliert, eine eindeutige Definition hierzu gibt es nicht.

Sekundärmarkt
Markt, auf dem verkaufte Tickets weiterverkauft werden. Neben Privatpersonen finden sich dort auch spezialisierte Unternehmen wie viagogo, Seatwave oder GetMeIn.

Sichtbehinderung
Plätze, die nicht volle Sicht auf das Spielfeld oder Bühne gewähren. Es gibt fast unendlich viele Gründe für Sichtbehinderungen: Geländer im Sichtfeld, Treppenaufgänge, Mauern, Abflussrohre, herunterhängende Fahnen, Gitter, Zäune, Scheinwerfer, Kameras und viele mehr. Wenn nicht ohnehin ein günstigerer Kartenpreis für solch einen Platz verlangt wurde, lohnt es sich, sich beim Veranstalter zu beschweren.

Systemgebühr
Die Systemgebühr, die dem Ticketpreis (Face Value) hinzugerechnet wird, deckt die Kosten für das Ticketsystem (Software zur Veranstaltungsanlage, Buchung und Verkauf).

Team Specific Ticket  (TST)
Mannschafts-bezogene Eintrittskarte. Praktiziert bspw. bei Fußball-Welt- und Europameisterschaften. Kunden haben die Möglichkeit, im Rahmen eines Turniers mehrere Spiele einer Mannschaft zu besuchen. Es werden dabei Tickets für jedes einzelne Spiel oder Veranstaltung ausgegeben. Es werden zumeist mehrere Varianten Angeboten, z.B. nur Vorrundenspiele (“TST-3” bei derm WM 2006), Vorrunde plus Achtelfinale, bis hin zu allen möglichen Spielen einer Mannschaft (“TST-7” bei der WM 2006). Für den Fall des Ausscheidens der Mannschaft, für die man sich entschieden hat, bekommnt man in der Regel nicht sein Geld für die verbleibenden Spiele zurück, sondern besucht ab dem Ausscheiden die restlichen Besuche der jeweiligen Gewinnermannschaft. Bsp: Wer bei der WM 2006 ein TST-7-Ticket hatte, schaute automatisch auch das Finale in Berlin an. Wer ein TST-7-Deutschland-Ticket hatte, besuchte damit das “Spiel um Platz 3” in Stuttgart.

Ticketbörsen
Nicht nur der klassische Ticketverkauf wird heutzutage hauptsächlich über das Internet abgewickelt. Ebenso wird das, was früher gemeinhin als “Schwarzmarkt” bezeichnet wurde, nun von speziellen Plattformen übernommen. Dort können Kartenbesitzer ihre Tickets im Rahmen einer Auktion oder mit einem festen Preis weiterverkaufen. Die bekanntesten Plattformen sind viagogo, Seatwave und Fansale, die i.d.R. für die Vermittlung eines Verkaufs eine Provision verlangen. Um Betrug zu verhindern, greifen beim Verkauf über diese Plattformen verschiedene Mechanismen (z.B. Bezahlung des Verkäufers erst nach Bestätigung des Käufers, Prüfung der Ticke.tnummer des angebotenen Tickets)

Venue Specific Ticket (VST)
Austragungsort-bezogene Eintrittskarte. Praktiziert bspw. bei Fußballturnieren, sowie Olympischen Spielen. Dabei werden, sofern sich die Spiele oder Veranstaltungen auf mehrere verschiedene Tage verteilen, mehrere einzelne Tickets ausgegeben. Bsp. FIFA Confederations Cup 2005: VST-3 FRA: ermöglicht Besuch von drei Spielen am Spielort Frankfurt.

Verkaufsphasen
Bei Veranstaltungen, bei denen eine Vielzahl an Tickets zur Verfügung steht, werden häufig verschiedene Verkaufsphasen angeboten. Die Motive hierfür sind unterschiedlich. Zum einen können Veranstalter so schon frühzeitig Tickets verkaufen und somit frühe Erlöse erzielen. Zum zweiten gibt dies “echten Fans” bessere Chancen, Tickets zu erwerben, da sie sich meist schon früh über die Veranstaltung informieren, Für den Veranstalter ist ein wichtiges Argument, dass er zum einen die Tickets möglichst früh und schnell verkaufen will, auf der anderen Seite er oft aber erst relativ spät genau weiß, wieviele Tickets er verkaufen kann (Stichwort: Fertigstellung der Stadien bei einer Fußball-WM). Mit unterschiedlichen Verkaufsphasen kann der Veranstalter so dauerhaft Karten in den Verkauf geben und seine Planungssicherheit erhöhen.

Vorverkaufsgenbühr
Die Vorverkaufsgebühr ist eine Gebühr, die ein nicht mit dem Veranstalter identischer Kartenverkäufer vom Kartenkäufer als Vermittlungsprovision bzw. als Entgelt für Infrastruktur und Bewerbung verlangt. Üblicherweise beträgt diese 6-10 Prozent des Kartenrohpreises. Die Vorverkaufsgebühr ist nur eine der üblicherweise erhobenen Ticketgebühren.

Voucher
Gutschein für ein Ticket. Kommen z.B, dann zum Einsatz, wenn Tickets verkauft werden, bevor der Veranstaltungsinhalt, Ort und Zeit feststeht, z.B. beim Kauf eines Halbfinaltickets bei einer WM mit Beteiligung der Deutschen Nationalmannschaft. Der Voucher wird dem Kunden als Ticketersatz ausgehändigt, welches bei Zustandekommen des Ereignisses (Deutschland erreicht das Halbfinale, welches am 4. Juli 2006 in Dortmund stattfindet ) gegen ein Hardticket umtauschen muss. Ansonsten verliert der Voucher seine Gültigkeit und er ist nicht gegen ein anderes Ticket eintauschbar.

Um diese Website für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen